Erich Maria Remarque

Erich Maria Remarque, eigentlich Erich Paul Remark (Osnabrück, 22. Juni 1898 – Locarno, 25. September 1970).
Deutscher Romanautor, vor allem bekannt durch „Im Westen nichts Neues“ (All Quiet on the Western Front / Van het westelijk front geen nieuws; 1929) und andere (Anti-)Kriegsromane. Nachdem ihm 1938 vom NS-Regime die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen worden war, erhielt er 1947 die Staatsangehörigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika. Von seinem Geburtsland wurde ihm 1967 das Große Bundesverdienstkreuz verliehen.

Erich Maria Remarque. Foto: wikipedia.org

Erst das Lazarett zeigt, was Krieg ist.

Foto von Andrey Metelev

Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind; besonders die, die nicht hingehen müssen.

Foto: History in HD. Bedeutung:
‘Der Satz lebt vom Kontrast zwischen Erwartung und Realität.’ Man würde annehmen, Ablehnung von Krieg sei universell – wer befürwortet schon freiwillig Leid, Tod und Zerstörung? Remarque entlarvt jedoch eine bittere Wahrheit: Es gibt durchaus Kriegsbefürworter, und zwar überproportional unter jenen, die selbst nicht an die Front müssen – etwa Politiker, Militärstrategen oder Entscheidungsträger, die Kriege beschließen oder befeuern, ohne die Konsequenzen am eigenen Leib zu spüren.
Die Pointe liegt also im ‘Gegensatz zwischen abstrakter Zustimmung aus sicherer Distanz und konkreter Betroffenheit im Schützengraben.’ Das passt zu Remarques Lebensthema: die Diskrepanz zwischen der Kriegsbegeisterung derjenigen, die zuhause bleiben, und dem tatsächlichen Grauen der Soldaten an der Front.
Herkunft:
Das Zitat stammt nicht aus einem Roman, sondern aus einem Fernsehinterview. Remarque äußerte es am 28. Januar 1963 im Gespräch mit Friedrich Luft beim Sender Freies Berlin (SFB); ausgestrahlt wurde es am 3. Februar 1963 in der Sendereihe „Das Profil”. Es handelt sich also um eine spontane, gesprochene Aussage des damals 64-Jährigen, keine literarische Formulierung aus einem seiner Werke.
Der genaue Wortlaut variiert im Netz leicht (mal „hingehen müssen”, mal „hinmüssen”, mal „hineingehen müssen”) – typisch für mündlich überlieferte Zitate, die später verschriftlicht und vielfach abgeschrieben wurden. Am weitesten verbreitet ist die Version „…, besonders die, die nicht hingehen müssen.”
Autor: Erich Maria Remarque (1898–1970), deutscher Schriftsteller. Er kämpfte selbst als junger Soldat im Ersten Weltkrieg und verarbeitete dieses Trauma in seinem berühmten Antikriegsroman „Im Westen nichts Neues” (1929). Das spätere Interview-Zitat lässt sich als pointierte, aphoristische Zusammenfassung dieser lebenslangen Überzeugung lesen – die Zuschreibung an Remarque ist also authentisch und keine Falschzuschreibung, wie sie bei Internet-Zitaten häufig vorkommt.

 

 

 

 

 

 

Door Pieter

Mensenmens, zoon, echtgenoot, vader, opa. Spiritueel, echter niet religieus. Ik hou van golf, wandelen, lezen en de natuur in veel opzichten. Onderzoeker, nieuwsgierig, geen fan van de mainstream media (MSM).

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