Quintus Curtius Rufus:
(?–53)
Römischer Senator (der auch als „homo novus“ zum Konsul ernannt wurde) und Historiker, der während des Prinzipats lebte und eine Geschichte über Alexander den Großen verfasste.

Ein verängstigter Hund bellt stärker, als er beißt.

Das Sprichwort ist eine Metapher für Menschen, nicht für Hunde. Es deutet darauf hin, dass diejenigen, die „Angst haben oder unsicher“ sind, dies häufig durch lautes, aggressives Auftreten kompensieren – ihr Bellen (Drohungen, Gepolter, Angeberei) jedoch übersteigt ihren Biss (tatsächliche Bereitschaft oder Fähigkeit, Taten auszuführen). Kurz gesagt: „Die lautesten Drohungen kommen oft von den Ängstlichsten, nicht von den Gefährlichsten.“
Herkunft:
Die Zeile erscheint im Lateinischen als:
„Canis timidus vehementius latrat quam mordet“
Es stammt aus „Historiae Alexandri Magni“ („Die Geschichte Alexanders des Großen“), einem zehnbändigen Bericht über Alexanders Leben und Eroberungen (nur die Bücher 3–10 sind heute erhalten). Es ist die Art prägnanter, moralisierender Aphorismus, der in die Erzählung einfließt – entweder als Autorenkommentar oder in den Mund einer Figur – und über Feigheit, Gepolter und leere Drohungen nachdenkt.
Autor: Quintus Curtius Rufus.
– ein römischer Historiker, der wahrscheinlich im 1. Jahrhundert n. Chr. schrieb und vor allem für das obige Werk bekannt ist.