Johann Wolfgang von Goethe:
(28. August 1749 – 22. März 1832)
Deutscher Universalgelehrter und Schriftsteller, der weithin als der größte und einflussreichste Schriftsteller in deutscher Sprache gilt.

Mit dem Wissen wächst der Zweifel.

Kenne ich mein Verhältnis zu mir und zur Außenwelt, so heiß’ ich’s Wahrheit. Und so kann jeder seine eigen Wahrheit haben, und es ist doch immer dieselbige.

Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm Wahrheit und Kräften fehlt.

Unser Leben ist, wie das Ganze, in dem wir enthalten sind, auf eine unbegreifliche Weise aus Freiheit und Notwendigkeit zusammengesetzt.

Du kannst den Charakter eines Mannes leicht danach beurteilen, wie er diejenigen behandelt, die nichts für ihn tun können.

Wer in der Demokratie schläft wacht in der Diktatur auf.

Das Leben ist wichtig im Leben, nicht das Ergebnis.

Willst du dich am Ganzen erquicken,so mußt du das Ganze im Kleinen erblicken.

In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister, und das Gesetz nur kann uns Freiheit geben.

Was immer du tun kannst oder wovon du träumst, fang damit an. Mut hat Genie, Kraft und Zauber in sich.

Was auch als Wahrheit oder Fabel In tausend Büchern dir erscheint, Das alles ist Turm zu Babel, Wenn es die Liebe nicht vereint.

Den lieb’ ich, der Unmögliches begehrt.

Sobald Sie sich selbst vertrauen, werden Sie wissen, wie Sie leben müssen.

Wo viel Licht ist, da ist auch tiefer Schatten.

Wenn sich zwei Menschen sehr gut verstehen, kann man fast sicher sein, dass es sich um einen Fehler handelt.

Es bildet ein Talent sich in der Stille, ein Charakter in dem Strom der Welt.

Der Verständige findet fast alles lächerlich, der Vernünftige fast nichts.

Die Apotheker wollen unter die Ärzte gerechnet sein.

– ‘Menschen oder Berufsgruppen möchten gern zu einer angeseheneren, höher bewerteten Gruppe gezählt werden’, obwohl sie eigentlich eine andere Rolle haben.
– Es spielt auf ‘Standesdenken, Prestigeanspruch oder soziale Aufwertung’ an.
– Wörtlich: Apotheker stellen Arzneien her bzw. geben sie ab, Ärzte diagnostizieren und behandeln — dennoch möchten Apotheker „unter die Ärzte gerechnet“ werden.
👉 Übertragen kann man sagen:
Jemand möchte als Teil einer angesehenen Fachgruppe gelten, weil er ihr nahe steht, aber nicht vollständig zu ihr gehört.
🏛️ Historischer Hintergrund:
Früher waren ‘Ärzte’ und ‘Apotheker’ gesellschaftlich und rechtlich klarer getrennt als heute:
– ‘Ärzte’ waren meist akademisch ausgebildet und hatten den höheren sozialen Rang.
– ‘Apotheker’ waren zwar ebenfalls fachkundige Heilmittel-Spezialisten, galten aber eher als Handwerker bzw. Gewerbetreibende.
– Der Apotheker bereitete Arzneien zu, während der Arzt die Krankheit beurteilte und die Arznei verordnete.
Das Sprichwort spiegelt also eine alte berufliche Rangordnung wider.
✍️ Ursprung und Urheber:
Wahrscheinlicher Urheber: Johann Wolfgang von Goethe
Die Formulierung wird häufig Johann Wolfgang von Goethe zugeschrieben und findet sich in Sammlungen seiner „Maximen und Reflexionen“ bzw. aphoristischen Aussprüche.
📚 Daher ist es streng genommen weniger ein anonymes Volks-Sprichwort als vielmehr ein ‘Goethe-Wort’, das sprichwörtlich geworden ist.