Jane Hirshfield:
(geboren am 24. Februar 1953)
Amerikanische Dichterin, Essayistin und Übersetzerin, bekannt als „eine der zentralen Sprecherinnen der amerikanischen Poesie für die Biosphäre“ und anerkannt als „eine der modernen Meisterinnen“, die „einige der wichtigsten Gedichte der heutigen Welt schreibt“. Sie wurde 2019 zum Mitglied der American Academy of Arts & Sciences gewählt. Zu ihren Büchern gehören zahlreiche preisgekrönte Sammlungen eigener Gedichte, Essaysammlungen sowie herausgegebene und mitübersetzte Bände von Schriftstellern aus aller Welt aus der tiefen Vergangenheit. Ihr Werk wurde in über fünfzehn Sprachen übersetzt und in zahlreichen Zeitungen und Literaturzeitschriften veröffentlicht.

Die Hitze des Herbstes ist anders als die Hitze des Sommers. Manche lassen Äpfel reifen, andere machen daraus Apfelwein.

Auch ohne gesicherte Urheberschaft trägt der Text eine klare symbolische Bedeutung:
– 🍎 Gleiche Bedingungen, unterschiedliche Ergebnisse: —
Herbsthitze (ähnlich wie Sommerhitze) ist ein äußerer Umstand; was jedoch mit den Äpfeln geschieht, hängt vom „Prozess“ ab – nicht allein von der Einwirkung von außen.
– 🕰️ Reifen versus Umwandlung:
— „Äpfel reifen lassen“ steht für Geduld, Akzeptanz und eine natürliche Entfaltung. „Zu Apfelwein werden“ steht für eine aktive Veränderung, einen Gärungsprozess – durch Druck entsteht etwas völlig Neues.
– 🌗 Eine Metapher für den menschlichen Umgang mit Schwierigkeiten oder Veränderungen:
— Die „Hitze“ (Stress, Zeitdruck, Widrigkeiten) ist eine Konstante, doch Menschen reagieren unterschiedlich darauf: Manche halten stand und reifen langsam, andere wandeln die Erfahrung in etwas grundlegend Neues um.
🔍 Mögliche Erklärungen:
– Falsche Zuschreibung:
— Ein häufiges Schicksal für lyrische Aphorismen mit Naturbezug.
– Paraphrasierung oder inhaltliche Verschiebung:
— Jemand könnte eine Idee aus ihrem Werk frei aufgegriffen haben (sie schreibt häufig über Jahreszeiten, Reifung und Wandlung).
– Unbekannte oder nicht gesammelte Quelle:
— Möglicherweise stammt das Zitat aus einem Vortrag, einem Interview oder einer kleineren Veröffentlichung, die nicht breit erfasst wurde.
⚠️ Zur Urheberschaft: Ein wichtiger Hinweis
Ich möchte von vornherein ehrlich sein:
Ich kann nicht mit Sicherheit bestätigen, dass diese Zeile aus einem veröffentlichten Werk von Jane Hirshfield stammt.
– Sie findet sich nicht in den Passagen, die mir aus ihren bekannten Gedichtbänden („Come, Thief“, „The Beauty“, „Ledger“, „Given Sugar, Given Salt“) vertraut sind.
– Solche kurzen, aphoristischen Zitate mit Naturbezug verbreiten sich häufig in sozialen Medien und auf Websites, die Zitate sammeln – meist ohne verifizierte Quellenangabe.
– Ein typisches Phänomen im Internet ist die „Zitat-Verschiebung“:
Poetisch klingende Zeilen werden berühmten Dichtern (wie Hirshfield, Rilke, Mary Oliver, Rumi usw.) zugeschrieben – einfach, weil der „Stil“ passend erscheint, nicht weil ein tatsächlicher Ursprung belegt wäre.
Auch die tiefsten Zuneigungen des Herzens werden verschlungen werden. Und doch gehen wir knöcheltief in dieses Gemetzel hinein.
