Baltasar Gracián y Morales:
(Belmonte (bei Calatayud), 1601 – Tarazona (in Aragonien).
Spanischer Jesuit, bekannt als Autor amoralischer, illusorischer, „machiavellistischer“, oft zynisch benannter Bücher, darunter Handorakel und Kunst der Klugheit.
Sein Werk wurde von Nietzsche, Voltaire, Stendhal und La Rochefoucauld gelobt. Schopenhauer übersetzte Handorakel ins Deutsche. Gracián schrieb auch unter dem Namen Lorenzo Gracián und unter dem Anagramm Gracía de Marlones. Sein eigentlicher Nachname war Galacian y Morales. Als er in den Jesuitenorden eintrat, nahm er den Namen an, unter dem er bekannt war: Baltasar Gracián.

In allen Dingen kommt der Betrug zuerst und zieht die Narren in endloser Vulgarität hinter sich her. Die Wahrheit kommt immer zu spät, sie kommt als letzte und hinkt mit der Zeit.

Die falsche Art verdirbt alles, sogar Gerechtigkeit und Vernunft. Die richtige macht alles wieder gut: Sie macht ein Nein golden, versüßt die Wahrheit und lässt sogar das Alter schön aussehen.

Betrachte es als Ehre, kritisiert zu werden, besonders von denen, die schlecht über gute Menschen reden. Es sollte dich schmerzen, wenn deine Dinge allen gefallen; es ist ein Zeichen dafür, dass sie nicht gut sind, denn Vollkommenheit ist nur wenigen vorbehalten.

Inhalt: Dieses häufig zitierte Werk gibt Ratschläge für das Verhalten in der komplexen Welt sozialer Interaktionen und politischer Intrigen. Gracián betont die Notwendigkeit von Vorsicht, Taktgefühl und Strategie im Leben. Kernthemen: Praktische Weisheit: Gracián ermutigt zu klugem und strategischem Handeln in sozialen Situationen. Kritik und Reflexion: Sein Werk behandelt den Wert der Selbstreflexion und die Auswirkungen von Kritik, was mit der zuvor besprochenen Aussage über Kritik übereinstimmt. Fazit: Graciáns Werk ist nach wie vor relevant und bietet zeitlose Lehren über die menschliche Natur und soziale Kompetenzen, was ihn zu einem einflussreichen Denker in Philosophie und Literatur macht.